Kaum kündigt sich Nachwuchs an, wird die junge Familie mit Bergen von Baby Spielzeug überhäuft. Die moderne und informierte Mutter fragt sich allerdings oft nach dem pädagogischen Nutzen von klappernden Krachmachern und bunten Plastikunterhaltern. Ist jedes Baby Spielzeug geeignet und bringt es dem Baby einen Vorteil für sein späteres Leben in der lebensfeindlichen Welt?
Der Druck auf junge Eltern steigt, sie müssen das Kind auf die zu erwarten harte Zukunft optimal vorbereiten, und dieser Erziehungswahn fängt meist schon mit der ersten Rassel an. Pastelltöne und unbedenkliche Materialien sollen dem jungen Gehirn Ruhe und Frieden sowie Intelligenz und eine verbesserte Motorik bescheren. Verschiedene wissenschaftliche Untersuchungen haben jedoch gezeigt, das Babys, wenn sie die Wahl haben, am liebsten schrille, grelle Farben wie Rot oder Orange wählen und am liebsten mit quietschbunten, pädagogisch unwertvollem Spielzeug spielen. Alle Baby Spielzeuge, die laut hupend, singend oder klingelnd sich auch noch selbstständig über den Teppich bewegen, waren gefragte Begleiter. So zum Beispiel auch das Baby Xylophon mit dem Kleinkinder schon früh eine Begeisterung für Musik entwickeln sollen.
Doch nur mit elektronischem Material sollte das Baby auch nicht umgeben werden, da dann die eigene Fantasie zu wenig angeregt wird. Eine gesunde Mischung aus elektronischem Baby Spielzeug und Unlebendigem zum Selbsterleben sollte angestrebt werden. Zum Beispiel eignen sich bunt lackierte Holzeisenbahn- Set hervorragend für kleine Entdecker. Womöglich ist die Lok elektrisch betrieben und sucht sich den Weg alleine über die Schienen. Oder ein greller Puppenwagen mit einer Puppe die hörbare Bäucherchen macht? Sinnvolles Baby Spielzeug gibt es viel, unsinnvolles auch, eine gesunde Mischung ist zwar schwierig zu erreichen, aber durchaus machbar. Dabei sollte weniger auf den pädagogischen Wert, als auf Schadstofffreiheit und die Interessen des Kindes geachtet werden.